Deutzer Karnevalsgesellschaft “Schäl Sick” vun 1952 e.V.

Chronik

Echtes kölsches Flair op d’r Schäl Sick

Das rechtsrheinische Köln mag noch so aufblühen – mit der Köln Messe, der großen Kölnarena, dem neuen Polizeipräsidium.
Es bleibt für die Kölner die „Schäl Sick“. Die Bezeichnung, heißt es, sei auf die Pferde zurückzuführen, die früher die Lastkähne rheinaufwärts zogen.
Damit sie nicht scheuten, hatte man ihnen auf einer Seite, der „schäl Sick“ also, eine Augenklappe verpasst.
Wie dem auch sei, das Wort haftet dem Rechtsrheinischen an, und die Menschen, die dort wohnen, „ertragen“ das mit großem Selbstbewusstsein.
In Deutz haben sich findige Karnevalisten im Jahr 1952 sogar offen zu „ihrer“ Schäl Sick bekannt und eine Karnevalsgesellschaft gleichen Namens aus der Taufe gehoben.
Auf den Aufruf am Schwarzen Brett des Deutzer Postamts meldeten sich spontan 36 Interessierte, um dem Karneval in Deutz Leben einzuhauchen.
Der dortige Fastelovend ist natürlich noch viel älter.
Er geht bis in das Jahr 1892 zurück, als die erste „Deutzer Carnevals-Gesellschaft“ gegründet wurde.
Und wenn man bedenkt, dass schon im Jahr 1596 der Kölner Stadtrat seine Bürger vor dem Besuch der „Lustbarkeiten in Deutz“ warnte, dann dürfte der Spaß op d´r Schäl Sick wohl noch weiter zurückgehen.
Mit anderen Worten: Die Wirtsleute des kleinen Deutz haben es schon immer verstanden, den Kölnern attraktive Unterhaltung zu bieten.
„Klar, immerhin hatten und haben wir hier die schönste Stadtansicht op Kölle“, sagt unser Präsident Dieter Maffei.
Den Wieverfastelovend feiert die KG heute stilgemäß auf der Schäl Sick – und zwar auf dem Lorenzplatz, wo sich auch die Skulptur des „Düxer Bocks“ befindet. Dieses närrische Huftier ist schon seit der Gründungszeit fest mit der Gesellschaft verbunden.
Auf Orden, Plaggen und närrischen Utensilien wählte die KG häufig das Emblem „ihres“ Bocks, dessen Geschichte den Stoff für viele Karnevalslieder lieferte. Weiterhin gehören eine(große) Mädchensitzung, die große „Schäl-Sick-Sitzung“ am Karnevalssamstag – beide im proppenvollen Kristallsaal der kölnmesse – und die Teilnahme am Rosenmontagszug und am Deutzer Dienstagszug zum Sessionskalender.
Außerdem gibt es eine Seniorensitzung in den Räumen des „Gebrüder-Coblenz-Stifts“.
Im Jahr 2002 feierte die KG „Schäl Sick“ ein rauschendes goldenes Jubiläum.
Aus dem "Reservecorps" der ursprünglich als Kommiteegesellschaft mit Korpscharakter gegründeten Karnevalsgesellschjaft entstand der Senat der Gesellschaft und ist heute fester Bestandteil der Deutzer KG „Schäl Sick“ und deshalb ihrer Geschichte verpflichtet. Der Senatsvorstand hält heute das illustre Trüppchen zusammen. Wer auf die Mitgliederlisten der „Schäl Sick“ schaut, wird schnell erkennen, dass es dort beinahe genauso viele Senatorinnen und Senatoren wie Mitglieder gibt.

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